Über Pottwalzahn

Der Pottwalzahn stammt aus dem Unterkiefer des größten Zahnwals, ein Material, berühmt geworden durch die Seemannskunst des Scrimshaw, in der Walfänger Jagdszenen hineingravierten. Es ist selten und im wörtlichen Sinne gewichtig: Ein einzelner Zahn kann Hunderte von Gramm wiegen, seine Struktur ein dichtes, cremeweißes Dentin, das mit den Jahren zu einem warmen Honig-, ja fast Karamellton altert.

Ehrlichkeit über die Rechtslage ist hier unerlässlich: Der Pottwal steht unter CITES-Schutz, der internationale Handel mit seinen Zähnen ist verboten, und legal sein kann allein Material mit Dokumenten, die eine Herkunft vor dem Verbot belegen, oder antike Stücke im Rahmen nationaler, von Land zu Land verschiedener Regeln. Eine neue Nachfrage nach solchem Material ist nicht zu rechtfertigen, und wir behandeln es als historische und Sammlerkategorie.

In der Hand ist der Pottwalzahn deutlich dicht und kühl, mit einer glatten, beinahe wächsernen Politur, die bemerkenswert angenehm ist; er ist schwerer als Knochen und hält die Wärme der Handfläche. Geworfen klingt er tief und gediegen, ein satter knöcherner Ton ohne Hall. Die Patina, die sich bildet, ist tief und golden-honigfarben, mitunter mit einem feinen Netz von Altersrissen, das ihm Charakter verleiht.

Die Pflege ist umsichtig: stabile Feuchtigkeit, keine direkte Hitze oder Sonne, ein trockenes weiches Abwischen, damit das Dentin nicht austrocknet. Wer dieselbe edle Schwere ohne rechtliche und ethische Fragen sucht, dem empfehlen wir Mammut-Elfenbein. Der Pottwalzahn ist ein Material für jene, die die Geschichte des Meeres und die Seltenheit des Objekts verstehen.