Über „Snake“

Die Schlange ist ein Strang, bei dem sich das Muster oder die Perlenform selbst zu einer durchgehenden, welligen Linie fügt, die sich über den gesamten Strang schlängelt. Der Name ist bildhaft – das Muster oder der Perlenrhythmus kriecht in einer geschmeidigen S-förmigen Bewegung über die Schnur, wie der Körper einer Schlange. Der Effekt wird auf verschiedene Weise erzielt: durch wechselnde gerichtete Schnitzerei, durch eine diagonale Anordnung von Mosaiksegmenten oder durch eine spiralförmige Ausrichtung der Perlenstruktur – doch in jedem Fall verlangt er eine sorgfältig durchdachte Abfolge, damit die Linie ohne Brüche und ohne Stolpern im Rhythmus verläuft.

Die Schlange wird mit dem Vergnügen des Betrachtens geführt: Im Licht gedreht, erwacht die Welle zum Leben und fließt über die Oberfläche, was sie zu einem ebenso haptischen wie visuellen Stück macht. Die Oberfläche ist meist glatt oder sanft strukturiert, der Lauf fließend, ohne scharfe Kanten. Der Klang ist gleichmäßig und weich, mit einem runden Rollen.

Das Markenzeichen des Modells ist sein dynamisches, „bewegtes“ Muster, das sich nur über den ganzen Strang hinweg erschließt, nicht an einer einzelnen Perle. Am schönsten entfaltet sich die Form auf Materialien mit eigener gerichteter Maserung oder gutem Kontrast – Mammut-Elfenbein mit dunklen Einlagen, ausdrucksstarkem Holz, Büffelhorn und Bernstein –, wo die wellige Linie die Struktur aufgreift und das Gefühl von Bewegung verstärkt.