06 Pogon-Gebetskette aus Pottwalzahn MaterialPottwalzahnPottwalzahn: Eigenschaften, Haptik und handgefertigte Arbeiten aus dem Katalog. . Nr. 133 im Gebetsketten-Katalog. Meister: Zhenya Kartavykh. Modellführer
Modell: Klassischer Pogon
Ausführliche Modellbeschreibung
Der klassische Pogon ist ein dreireihiges Gebetsketten-Modell. An den Seiten liegen zwei Reihen von Gliedern, die üblicherweise als „Schwellen“ bezeichnet werden; in der Mitte befindet sich ein zentraler Würfel. Aufbau und Form gehen auf die Geschichte des Modells zurück, mit der auch die Herkunft seines Namens verbunden ist.
Man geht davon aus, dass der klassische Pogon in Haftanstalten entstand. Dort erhielt er seinen Namen und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Gebetsketten-Modelle. Seine Geschichte ist deshalb untrennbar mit der Gefängniskultur verbunden.
Bei genauerer Betrachtung der Namensgeschichte zeigt sich eine interessante visuelle Linie. Während des Zweiten Weltkriegs trugen Wehrmachtssoldaten Schulterstücke, deren Flechtung und Erscheinungsbild an den heutigen klassischen Pogon erinnern. Später tauchte ein ähnliches Motiv in der Sowjetunion als Schultertattoo in der Gefängnissymbolik auf.
Ein solches Tattoo stand gewöhnlich für einen hohen Rang in der kriminellen Hierarchie, die Ablehnung staatlicher Autorität, die Verweigerung der Zusammenarbeit mit der Gefängnisverwaltung und die Bindung an den sogenannten Diebeskodex. Nach dem Vorbild dieser Tattoos entstand später das Gebetsketten-Modell, das wegen seiner optischen Ähnlichkeit den Namen „Pogon“ erhielt.
Der Autor im Wortlaut
Bis 2024 wurde dieses Modell einfach „Pogon“ genannt.
Die Bezeichnung „klassischer Pogon“ entstand erst, als der sechskantige Pogon rasch an Popularität gewann.
Damit die beiden Modelle nicht länger verwechselt wurden, begann man den vertrauten Pogon als klassischen Pogon zu bezeichnen.
Sergey Baga
Pogon-Gebetskette aus einer Aramith-Billardkugel MaterialAramith-BillardkugelAramith-Billardkugel: Eigenschaften, Haptik und handgefertigte Arbeiten aus dem Katalog. . Nr. 97 im Gebetsketten-Katalog. Meister: Zhenya Kartavykh.
Besonderheiten und Verwendung
Die wichtigste Besonderheit dieses Modells ist sein ungewöhnliches Erscheinungsbild. Außerdem lassen sich unterschiedliche Farben und Materialien kombinieren, sodass jede Arbeit einen eigenen Charakter erhält.
Der klassische Pogon ist bei klassischen Überschlägen sehr komfortabel und weich. Mit ihm lassen sich auch verschiedene Tricks ausführen, darunter der „Helikopter“ und der „Helikopter auf zwei Fingern“.
Zusätzliche Informationen aus der praktischen Erfahrung von Sammlern
Bis 2024 gehörte der klassische Pogon zu den beliebtesten Gebetsketten-Modellen. Nahezu jeder Sammler besaß mindestens ein Exemplar. Mit dem Erscheinen des sechskantigen Pogons änderte sich die Situation jedoch allmählich: Dank seiner Ergonomie und bequemeren Form gewann er schnell an Popularität und wurde für viele Liebhaber zum wichtigsten Modell für den täglichen Gebrauch.
Trotzdem bleibt der klassische Pogon eine echte klassische Form und nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte der Wurfketten ein.
Nachteile des Modells
Der erste Nachteil des klassischen Pogons ist der vergleichsweise schwierige Schnurwechsel.
Bei der Herstellung klassischer Pogons kommen zwei grundlegende Bohrungsarten zum Einsatz: Kreuzbohrung und parallele Bohrung.
Die frühesten klassischen Pogons, die in Haftanstalten gefertigt wurden, besaßen eine Kreuzbohrung. Moderne Meister verwenden in der Regel die parallele Bohrung, weil sie im Gebrauch wesentlich praktischer ist.
Fragen Sie beim Kauf unbedingt nach der verwendeten Bohrungsart. Eine parallele Bohrung erleichtert den Schnurwechsel erheblich, spart Zeit und bewahrt den Besitzer vor unnötigen Schwierigkeiten.
Der zweite Nachteil besteht darin, dass der klassische Pogon beim Drehen etwas weniger folgsam ist als der sechskantige Pogon. Bei manchen Elementen kann er leicht zur Seite laufen oder seitlich kippen. Klassische Überschläge und Helikopter lassen sich auf diesem Modell dennoch komfortabel ausführen.
Der Autor im Wortlaut
Meine Sammlung begann mit klassischen Pogons. Die ersten fünf Arbeiten darin gehörten alle zu diesem Modell. Ich sammle Gebetsketten nicht nur, sondern drehe sie täglich und kann deshalb jedem, der seinen ersten klassischen Pogon kaufen möchte, einige Empfehlungen geben.
Wer einen klassischen Pogon für das tägliche Drehen kauft, sollte unbedingt ein Modell mit paralleler Bohrung wählen. Das erleichtert die spätere Wartung erheblich.
Außerdem empfehle ich Modelle mit vollständig abgerundeten Fasen. Sind die Kanten lediglich gebrochen, ohne weich verrundet zu sein, verändert sich das Gefühl beim Drehen deutlich. Die Gebetskette wird dadurch nicht brüchiger, doch ihre Bewegung wirkt „gebrochener“. Bei Überschlägen scheint jede Bewegung kleine Knicke zu durchlaufen, wodurch der Lauf weniger flüssig und angenehm wird. Gut verrundete Fasen verhalten sich anders: Trotz eines harten Materials wirkt die Bewegung sehr weich, gleichmäßig und natürlich. Für das tägliche Drehen empfehle ich daher klassische Pogons mit vollständig abgerundeten Fasen.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Varianten des klassischen Pogons. Bei manchen Modellen sind die „Schwellen“, also die seitlichen Glieder, abgerundet; andere besitzen deutlich scharfe Ecken.
Ich rate von klassischen Pogons mit scharfen Schwellen ab. Erstens sind sie unangenehm in der Tasche zu tragen, weil die Ecken besonders bei Jeans störend drücken können. Zweitens beeinträchtigen sie das Drehen: Bei klassischen Überschlägen können die scharfen Kanten in die Finger stechen und Beschwerden verursachen.
Für eine aktive Nutzung sollte man Modelle mit stärker strömungsgünstig geformten, abgerundeten Schwellen wählen. Solche Gebetsketten liegen wesentlich angenehmer in der Hand, fühlen sich in der Tasche besser an und sind beim täglichen Drehen deutlich komfortabler.
Klassische Pogons mit kunstvoller Brandmalerei verdienen besondere Erwähnung. Solche Arbeiten können sehr schön sein, und ihre Meister verdienen großen Respekt. Bei aktivem Drehen wird sich das Motiv mit der Zeit jedoch zwangsläufig abnutzen. Für die Sammlung sind sie hervorragend, für den täglichen Gebrauch ist ein Modell ohne Brandmalerei die bessere Wahl.
Unter allen klassischen Pogons schätze ich persönlich Modelle aus sowjetischem Stangenebonit mit erhaltener Außenhaut am meisten. Dieses Material besitzt für mich einen besonderen Charakter, eine angenehme Haptik und einen der weichsten Läufe beim Drehen.
Sergey Baga
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